Abenteuer Zukunft – 5 Schulen starten mit ihren innovativen Konzepten zur Berufsorientierung

Gestern haben die Nikolaus Koch Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) fünf Schulen im Rahmen des Ideen- und Förderwettbewerb passt! Innovative Berufsorientierung in der Region Trier 2016-2018 ausgezeichnet. Die Schulen werden in den kommenden zwei Jahren ihre Konzepte zur Berufsorientierung sowohl mit Fördermitteln als auch fachlicher Begleitung umsetzen. Wie ihre Ideen aussehen, präsentierten sie gestern in Trier Vertretenden der beiden Stiftungen, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der Handwerks- und der Industrie- und Handelskammer, des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, der Arbeitsagentur und der Schulträger.

 

Schwerpunkt von passt! liegt auf dem Einsatz digitaler Medien sowie auf einem stärkeren Einbeziehen der Eltern in die Berufsorientierung. Studien belegen, wie wichtig diese beiden Aspekte sind und dass Jugendliche aufgeschlossener und passgenauer ihren beruflichen Weg einschlagen, je eher sie ihre eigenen Interessen und Stärken herausfinden. Ein starkes Netzwerk aus Schule und Wirtschat kann dabei wirkungsvoll unterstützen.

 

Thomas Linnertz von der ADD betonte, dass auch die Schulverwaltung von den innovativen Ansätzen der passt!-Schulen profitieren werde. Grundsätzlich gehe es um die Fachkräftesicherung im Land Rheinland-Pfalz, entsprechend müssten Jugendliche auf neue Berufsfelder vorbereitet und qualifiziert werden.

 

Der Fachvortrag „Irgendwas mit Medien“ der Juniorprofessorin für Pädagogik mit Schwerpunkt Schulentwicklung Mandy Schiefner-Rohs fasste anschaulich zusammen, wie stark sich Berufe, Arbeitsweisen und auch das Lernen durch digitale Medien verändert haben. Statt „Lernen mit neuen Medien“ gehe es längst um „Neues Lernen mit Medien“, daher müsse Schule als System wie Institution ihre Rolle und Funktion entsprechend aktualisieren. Denn Jugendliche lernen längst durch Formate wie Tutorials auf Youtube und holen sich ihr Wissen auf Plattformen wie Wikipedia. 95 % der Jugendlichen haben ein Smartphone und 76 % gehen damit ins Internet (JIM-Studie 2016). Statt daher Handys im Unterricht zu verbieten, gehe es vielmehr darum, wie man sie sinnvoll einbinden könne. Auch in der Berufsorientierung gebe es vielfältige Möglichkeiten, digitale Medien – nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler – zu nutzen, von Berufe-Videos über beratende Gespräche per Skype bis hin zum Online-Bewerbungstraining.

 

Von den „Medienschulen“ zu „passt!“ – 10 Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit der beiden Stiftungen

 

Den Auftakt von passt! nutzen die Nikolaus Koch Stiftung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung außerdem, um ihre 10-jährige Zusammenarbeit zu resümieren. „Benachteiligte junge Menschen in der Region zu erreichen und ihre Bildungschancen zu verbessern, ist ein gemeinsames Ziel der Nikolaus Koch Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Wir freuen uns, dass in den vergangen 10 Jahren durch die Programme beider Stiftungen viele Kinder und Jugendliche erreicht werden konnten und auch Einrichtungen, Pädagogen und weitere wichtige Ansprechpartner wertvolle Impulse erfahren haben", sagte Dr. Manfred Bitter, Vorsitzender der Nikolaus Koch Stiftung. Er verwies auf den Erfolg der gemeinsamen Modellprogramme und dass es darum gehe, mit allen gemeinsam Zukunft zu gestalten. „Der Auftakt der neuen Programmphase von passt! steht unter dem Schwerpunkt der digitalen Bildung und spannt den Bogen zu einem der ersten Programme, den „Medienschulen“, die wir vor 10 Jahren gemeinsam mit der Nikolaus Koch Stiftung umgesetzt haben“, erläuterte Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

 

Informationen zu den passt!-Schulen: http://www.passt-region-trier.de/projekte.html

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